Der Alltag von WBL-Mentor/innen

Wie ist es, ein(e) Mentor/in zu sein?

Der/die Mentor/in hat die spezifische Aufgabe, Mitarbeiter/innen mit weniger Erfahrung im Arbeitsplatzkontext zu führen und starke und zuverlässige Beziehungen zu den verschiedenen beteiligten Personen aufzubauen. Man wird beobachten, wie ein(e) Mentor/in in verschiedenen Phasen des Betreuungs-Prozesses mit den verschiedenen beteiligten Stakeholdern interagiert. Das schließt die Beziehungen und Interaktionen mit den zu Betreuenden, Arbeitgeber/innen und jedem Stakeholder innerhalb des Betreuungs-Prozesses ein.

Der/die Mentor/in am Arbeitsplatz ist verantwortlich für das Formen von Individuen zu sich ständig weiterentwickelnden Fachleuten. Sie sind ein Bezugspunkt, an den sich die Teammitglieder eines Unternehmens, zu denen die Mentees gehören, wenden, um Anleitung und Unterstützung für ihr Wachstum und ihre Karriereentwicklung zu erhalten. Der/die Mentor/in ist täglich die Quelle der Unterstützung und des Lernens.

 

Tägliche Planung und Vorbereitung

Der/die Mentor/in muss wissen, wen er/sie betreuen wird und was die Unternehmensziele und die der Personen sind, die sich dem Mentoring unterziehen werden. Daher muss der/die Mentor/in Zeit für die Zielerforschung der Betreuungsmethoden und -praktiken aufwenden, damit die Personen letztendlich die gesetzten Ziele erreichen. Der/die Mentor/in muss verschiedene Praktiken identifizieren und diejenigen auswählen, die am besten funktionieren bzw. am besten geeignet sind.

Diese Informationen sind für die Planung der Mentoring-Sitzungen von entscheidender Bedeutung, insbesondere für die Ermittlung und Auswahl bewährter Verfahren zur Stärkung der beruflichen Leistung der Mentees und für deren sofortige Verbesserung und langfristige berufliche Entwicklung.

 

Tägliches Mentoring - Interaktionen und Beziehungen

Der/die Mentor/in setzt den erstellten Plan für seine Mentees um. Bei der Umsetzung seines/ihres Plans ist Kommunikation in allen Phasen des Betreuungsprozesses von zentraler Bedeutung und das Hauptinstrument, mit dem der/die Mentor/in täglich arbeitet. Unabhängig davon, ob es sich um ein Schreiben, eine Diskussion oder eine Demonstration handelt, muss der/die Mentor/in eine wechselseitige Kommunikation führen, in der sowohl der/die Mentor/in als auch der/die zu Betreuende diskutieren, ihre Beiträge abgeben und einander zuhören können.

Der/die Mentor/in soll vertrauensvolle Beziehungen zu den Mentees aufbauen und das Gefühl der Zugehörigkeit und Zusammenarbeit fördern. Ein(e) Mentee lernt von einem/einer Mentor/in und umgekehrt. Der/die Mentor/in ermutigt seinen/ihren Mentee auch, sich aktiv an den Sitzungen zu beteiligen und jede Sitzung zu wiederholen, indem er/sie an den Stärken und/oder Schwächen arbeitet und mit allen Maßnahmen fortfahren kann, die für seine/ihre kontinuierliche berufliche Verbesserung identifiziert wurden.

Der/die Mentor/in kommuniziert und baut auch vertrauensvolle Beziehungen zu den Unternehmen und Arbeitgeber/innen auf, die den/die Mentor/in beauftragen und/oder beschäftigen. Arbeitgeber/innen sind in der Regel diejenigen, die die Ziele setzen. Letztendlich erbringt der/die Mentor/in gegenüber dem/der Arbeitgeber/in eine Dienstleistung, indem er/sie seine/ihre Mitarbeiter/innen beim Erreichen ihrer Ziele anleitet. Daher liegt es im Interesse der Arbeitgeber/innen, von dem/der Mentor/in Informationen über den Fortschritt ihrer Mitarbeiter/innen zu erhalten.

 

Tägliche Herausforderungen für Mentor/innen

Herausforderungen sind Teil des täglichen Lebens an jedem Arbeitsplatz, und innerhalb der Rolle eines Mentors/einer Mentorin kann man eine Reihe von Herausforderungen identifizieren, die sich aus der Art der Rolle ergeben. Der/die Mentor/in befasst sich mit verschiedenen Personen des Unternehmens, externen Stakeholdern wie Berufsbildungsanbieter/innen, eigenen persönlichen Problemen und möglicherweise mit den Problemen der Mentees. Es ist wichtig, dass der/die Mentor/in den Fokus beibehält und Probleme und Herausforderungen durch effektive Priorisierung bewältigt, während er/sie einen positiven Ausblick bewahrt. Der/die Mentor/in kann aufgrund solcher Herausforderungen nicht die Motivation verlieren, da diese Demotivation sicherlich von den Mentees wahrgenommen wird, was sich negativ auf deren Leistung auswirken könnte.

 

Beurteilung und kontinuierliche Verbesserung

Ein/eine Mentor/in muss auch die bereitgestellte Betreuung beurteilen. Möglicherweise entwickelt sich nicht jede Sitzung wie geplant, und die Mentor/innen sehen sich möglicherweise zur Improvisation genötigt, um auf die Entwicklungen, die sich im Laufe der Karriere eines Arbeitnehmers/einer Arbeitnehmerin ergeben könnten, zu reagieren. Es liegt in der Verantwortung des Mentors/der Mentorin, seine/ihre Strategien zu entwickeln, die für diejenigen interessant sind, die sich selbst entwickeln wollen. Daher liegt es auch in der Verantwortung des Mentors/der Mentorin, sich Zeit zu nehmen, um an Seminaren über Entwicklungen im Bereich Betreuung teilzunehmen und diese nachzubereiten und sich Zeit für andere Mentor/innen zu nehmen, um Praktiken auszutauschen und Situationen zu diskutieren, die während solcher Mentoring-Sitzungen auftreten.

Lernmaterial