Qualifikationen in ganz Europa vergleichen

Die Fachsprache entschlüsseln

Wie schätzen Sie den Qualifikationsgrad von Mitarbeiter/innen und Bewerber/innen ein? Vor allem, wenn sie die Qualifikation in einem anderen Land erlangt haben?

Da die berufliche Aus- und Weiterbildung in Europa unterschiedlich ausgerichtet ist, sind die Qualifikationen von Berufsausbildungsabsolvent/innen nicht immer leicht zu erfassen. Ein(e) in Österreich ausgebildete(r) Tischler/in hat seinen/ihren Beruf möglicherweise unter anderen Bedingungen und in einem anderen Umfang erlernt als ein(e) in Spanien ausgebildete(r) Tischler/in.

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Das nützlichste Instrument, um das Qualifikationsniveau Ihrer Mitarbeiter/innen zu vergleichen, ist der Europäische Qualifikationsrahmen (EQF). Jede Qualifikation verfügt über ein gleichwertiges Kompetenzniveau, d.h. der Fokus liegt darauf, welche Aufgaben eine Person realistisch erledigen kann. Das EQF-Niveau wird unter Verwendung von Deskriptoren bestimmt, die genau diese Art von Informationen bezüglich des Wissensstands, der Fähigkeiten und der Verantwortung/Autonomie liefern.

Um ein bestimmtes Qualifikationsniveau zu erreichen, muss eine Person einen Aus- und Weiterbildungsprozess durchlaufen. Da jeder/jede ein anderes Tempo und eine andere Biografie hat, ist es nicht immer einfach, diese Schritte in Bezug auf eine bestimmte Qualifikation zu vergleichen. Eine Möglichkeit hierfür ist die Nutzung des Europäischen Leistungspunktesystems für die Berufsbildung (ECVET). Kurz gesagt, die Anzahl der Stunden, die für eine bestimmte Schulung aufgewendet wurden, wird akkumuliert und offiziell gutgeschrieben, sodass sie in Form der Anzahl der ECVET-Punkte auf einem Zertifikat angegeben werden kann. Es gibt auch ein Äquivalent für das Universitätsniveau namens ECTS. In Ihrer Rolle als WBL-Mentor/in oder Personalleiter/in für Auszubildende werden Sie eventuell auf diese beiden Begriffe stoßen.

Es gibt noch ein europäisches Instrument, mit dem Sie eine bestimmte Art von Qualifikation vergleichen können: die Sprachkenntnisse. Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (CEFR) unterteilt Sprachkenntnisse in leicht verständliche Codes: von A1 (Anfänger/in) bis C2 (Master/Muttersprachler/in). Jede Ebene wird durch die individuelle sprachliche Fähigkeit und Unabhängigkeit bestimmt und kann sogar unterschiedliche Kompetenzbereiche wie Verstehen, Sprechen und Schreiben berücksichtigen. Dies kann für Sie relevant sein, wenn Sie nach einem/einer Mitarbeiter/in suchen, der/die eine bestimmte Aufgabe in Bezug auf Sprachkenntnisse erfüllen kann, z. B. E-Mail-Kommunikation mit Kund/innen.

 

Möchten Sie mehr über diese drei Transparenzinstrumente erfahren?

Schauen Sie sich die folgenden Fallstudien an, um tiefer in diesen Bereich einzutauchen und ein besseres Verständnis dafür zu erhalten, wie diese Werkzeuge in der Praxis verwendet werden.