Was ist arbeitsbasiertes Lernen?

Haben Sie jemals versucht, sich Ihre(n) "ideale(n) Mitarbeiter/in" vorzustellen?
Im Idealfall handelt es sich um eine Person, die sich dem Job verschrieben hat, dem/der Arbeitgeber/in gegenüber loyal ist, über alle theoretischen und praktischen Kenntnisse verfügt, die für eine bestimmte Position erforderlich sind, und dieselben Werte wie das Unternehmen teilt und selbst vertritt.

Aber wo und wie finden Sie Ihre(n) „ideale(n) Mitarbeiter/in“?
Wie kann dieses Synergieniveau erreicht werden?

Heute erwarten wir, dass Studierende und Mitarbeiter/innen diese Fähigkeiten des 21. Jahrhunderts besitzen, um in ihrer Karriere erfolgreich zu sein. Die Fähigkeiten, nach denen Arbeitgeber/innen suchen, werden häufig zitiert als:

  • Zusammenarbeit und Teamarbeit
  • Informationskompetenz
  • Kreativität und Fantasie
  • Führung
  • Kritisches Denken
  • Bürger/innenkompetenz und Bürger/innenbeteiligung
  • Probleme lösen
  • Mündliche und schriftliche Kommunikationsfähigkeiten
  • Flexibilität und Anpassungsfähigkeit
  • Soziale Verantwortung und Ethik
  • Globales und kulturelles Bewusstsein
  • Technologiekompetenz

Aber wo und wie ist es möglich, ein so breites Spektrum an Kenntnissen und praktischen Fähigkeiten zu erwerben, insbesondere bei jungen Menschen, die gerade erst ihre Karriere beginnen?

WBL könnte die Antwort sein.

 

 

 

ARBEITSBASIERTES LERNEN (WORK-BASED LEARNING = WBL)

Der Charakter und der Prozess der betrieblichen Ausbildung bietet Unternehmen die Möglichkeit und Grundlage, die persönliche und berufliche Entwicklung ihrer gegenwärtigen und zukünftigen Mitarbeiter/innen zu unterstützen und Lernumgebungen zu schaffen, die zur „Modellierung“ der idealen Mitarbeiter/innen beitragen.

 Arbeitsbasiertes Lernen bezieht sich auf Lernen am Arbeitsplatz, das stattfindet, wenn Menschen bei der tatsächlichen Arbeit lernen. Diese Arbeit kann bezahlt oder unbezahlt sein, aber es muss tatsächliche Arbeit sein, die zur Produktion von materiellen Gütern und Dienstleistungen führt.

Es gibt verschiedene Arten der betrieblichen Ausbildung. Ihre Arten und Vorschriften hängen von der Gesetzgebung des jeweiligen Landes ab. Einige EU-Länder verfügen über gut strukturierte WBL-Systeme mit einer langen Umsetzungspraxis. Während andere EU-Länder kürzlich neue duale Lernsysteme zur Förderung von WBL eingeführt haben, gibt es Länder, die daran arbeiten, die derzeitige Auswahl an WBL-Optionen zu verbessern, um sicherzustellen, dass der Prozess für alle Beteiligten effektiv und vorteilhaft ist.

 

Lernen am Arbeitsplatz – Ein Prozess, bei dem jeder gewinnt

Wer ist an dem Prozess beteiligt?

  • Staatliche Arbeitsvermittlung
  • Schulen und Hochschulen
  • Administrator/innen der beruflichen Aus- und Weiterbildung
  • Arbeitgeber/innen
  • Arbeitnehmer/innen

 

Was ist zu beachten?

Der Prozess und die Struktur von WBL sind von Land zu Land unterschiedlich. Wenn Sie arbeitsbezogenes Lernen in Ihrem Unternehmen einführen, ist es wichtig, nicht nur die gesetzlichen Vorschriften und Verfahren zu berücksichtigen, sondern auch die bestehenden Auffassungen von WBL und die Vorteile und Hindernisse zu erkennen, die sich auf den Prozess auswirken können. Die Kenntnis dieser Faktoren schafft eine Grundlage für die erfolgreiche Einführung und Umsetzung von WBL-Programmen.

Ausgehend von den Auffassungen der betrieblichen Ausbildung ist es wichtig zu erkennen, dass diese Art der langfristigen Investition den Arbeitgebern/innen die Möglichkeit bietet, ihre(n) ideale(n) Mitarbeiter/in zu „schaffen“, und bietet andererseits Lernenden und Beschäftigten die Möglichkeit, sich für ihre berufliche Rolle zu qualifizieren, Selbstvertrauen zu gewinnen und hoffentlich in eine sichere, einladende und unterstützende Arbeitsumgebung einzutreten, in der sie in der Lage sind, ihre Fähigkeiten und Kenntnisse kontinuierlich weiterzuentwickeln.