CEFR Fallbeispiel

Frau Gruber ist Personalmanagerin in einer Firma, die Bauteile für Maschinen in aller Welt produziert. Sie soll eine neue Person für den Kundenservice einstellen, die in mindestens 3 unterschiedlichen Sprachen schriftlich und am Telefon mit Kunden und Kundinnen kommunizieren kann – idealerweise auf Englisch, Deutsch und Spanisch.

Frau Gruber erhält eine Vielzahl an Lebensläufen und es fällt ihr nicht leicht, die Sprachkenntnisse der Bewerber/innen zu vergleichen, da diese stets in unterschiedlichen Formen ausgedrückt werden.

Frau Gruber fallen jedoch ein paar Bewerbungen ins Auge, die einen Europass Lebenslauf verwendet haben. In diesen Lebensläufen sind die Sprachkenntnisse der Bewerber und Bewerberinnen visuell dargestellt und aufgeschlüsselt in Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen. Es sind vergleichbare Kompetenzstufen angegeben, die aussagekräftiger sind als bei den anderen Bewerbern und Bewerberinnen, die ihre Kenntnisse oft nur als „gut“ oder „fortgeschritten“ beschreiben. Frau Grubers Interesse ist geweckt und sie googelt die Codierung, die zusätzlich angegeben ist (z.B. B2). Sie findet rasch eine Tabelle, den sogenannten Sprachenreferenzrahmen, der international verwendet wird. Die Beschreibungen in der Tabelle helfen ihr, die gesuchten Kompetenzstufen der offenen Stelle zu identifizieren. Ausgerüstet mit ihrem neuen Wissen prüft sie noch einmal die drei Bewerbungen in der engeren Auswahl:

Katharina

Nick

Eduarda

Für wen wird sich Frau Gruber entscheiden und warum?